4,9 auf Google

All-on-4 Kosten: Was die Behandlung wirklich kostet Festsitzender Zahnersatz muss nicht unbezahlbar sein

Mit einer Zahnzusatzversicherung sparen Sie bis zu 10.000 Euro Eigenanteil bei festen Zähnen an einem Tag

Das Wichtigste in Kürze

  • check Die All-on-4 Behandlung versorgt einen zahnlosen Kiefer mit vier Implantaten und einer Brücke. Die Kosten liegen bei 8.000 bis 25.000 Euro.
  • check Gegenüber Einzelimplantaten spart das Konzept rund 30 Prozent. Eine All-on-6 Versorgung kostet 2.000 bis 5.000 Euro mehr.
  • check In Ungarn oder der Türkei liegen die Preise bei 3.500 bis 8.000 Euro. Nachsorge und Garantien sind eingeschränkt.
  • check Die Krankenkasse zahlt maximal 650 Euro Kassenzuschuss pro Kiefer. Der Eigenanteil bleibt bei über 14.000 Euro.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung senkt den Eigenanteil um bis zu 10.000 Euro. Sie muss vor Behandlungsbeginn bestehen.
All-on-4 Kosten: Was die Behandlung wirklich kostet
Privadent Logo

Ihr unabhängiger Versicherungsvergleich

Über 150 Tarife im Vergleich

Logo Allianz
Logo Astra Versicherung
Logo Barmenia
Logo Bayerische
Logo Concordia
Logo Deutsche Familienversicherung
Logo DKV
Logo Gothaer
Logo HanseMerkur
Logo Janitos
Logo Landeskrankenhilfe
Logo Münchener Verein
Logo Nürnberger
Logo SDK
Logo Stuttgarter
Logo UKV Union Krankenversicherung
Logo vigo Krankenversicherung
Logo Versicherungskammer Bayern
Logo Württembergische

Inhaltsverzeichnis

1. Was kostet All-on-4 in Deutschland?

Wer einen zahnlosen Kiefer mit festsitzendem Zahnersatz versorgen möchte, stößt schnell auf die All-on-4 Methode. Vier Implantate tragen dabei eine vollständige Brücke. Die All-on-4 Kosten in Deutschland liegen zwischen 8.000 und 25.000 Euro pro Kiefer, abhängig vom Material und der Praxis. Für beide Kiefer zusammen rechnen Sie mit 24.000 bis 32.000 Euro.

Die große Preisspanne erklärt sich durch das gewählte Brückenmaterial. Eine Kunststoff-Brücke auf Metallgerüst ist die günstigste Variante und liegt bei 8.000 bis 12.000 Euro pro Kiefer. Die Standard-Lösung mit metallverstärkter Brücke kostet 12.000 bis 16.000 Euro. Wer sich für Vollkeramik oder Zirkon entscheidet, zahlt 16.000 bis 25.000 Euro. Der Durchschnitt liegt bei etwa 15.000 bis 16.000 Euro pro Kiefer.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Gesamtkosten auf die einzelnen Behandlungsschritte verteilen. So können Sie den Kostenvoranschlag Ihres Zahnarztes besser einordnen.

Behandlungsschritt Kosten
4 Implantate inkl. Chirurgie 8.000–10.000 EUR
Diagnostik und Planung (DVT-Scan) 300–800 EUR
Provisorischer Zahnersatz (nach OP) 500–1.500 EUR
Endgültige Brücke (Kunststoff/Metall) 3.000–6.000 EUR
Endgültige Brücke (Vollkeramik/Zirkon) 5.000–10.000 EUR
Nachsorge und Prophylaxe (1. Jahr) 500–1.500 EUR

Die Implantate und die chirurgische Setzung machen mit 8.000 bis 10.000 Euro den größten Kostenblock aus. Die endgültige Brücke ist der zweite wesentliche Posten, bei dem die Materialwahl den Preis bestimmt. Eine Zirkon-Brücke kann bis zu doppelt so teuer sein wie eine Kunststoff-Variante, bietet dafür eine höhere Haltbarkeit und natürlichere Optik. Lassen Sie sich vor Behandlungsbeginn einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, damit Sie die einzelnen Positionen prüfen können.

Einen umfassenden Überblick über alle Implantatkosten bietet unser Ratgeber Zahnimplantat Kosten 2026: Was Sie wirklich bezahlen .

Quellen: dr-machon.de | gzfa.de | sailov-zahnheilkunde.de

2. All-on-4 vs. All-on-6: Unterschiede und Kosten

Neben der Materialwahl beeinflusst auch die Anzahl der Implantate den Gesamtpreis. Beim All-on-6 Verfahren setzen Zahnärzte sechs statt vier Implantate pro Kiefer. Die zwei zusätzlichen Implantate erhöhen die Stabilität der Brücke, besonders im Oberkiefer, wo der Knochen oft weicher ist. Gleichzeitig steigen die All-on-6 Kosten durch die zusätzlichen Implantate und den längeren chirurgischen Eingriff.

Beide Verfahren verfolgen dasselbe Ziel: eine festsitzende Brücke für den gesamten Kiefer. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede.

  • All-on-4: Vier Implantate, davon zwei schräg gesetzt. Geringere Kosten, oft kein Knochenaufbau nötig. Geeignet bei ausreichendem Knochenangebot.
  • All-on-6: Sechs Implantate für höhere Lastverteilung. Höhere Kosten, aber mehr Stabilität bei schwachem Knochen. Besonders geeignet für den Oberkiefer.

Die All-on-4 Kosten komplett liegen, wie beschrieben, bei 8.000 bis 25.000 Euro pro Kiefer. All-on-6 ist in der Regel 2.000 bis 5.000 Euro teurer, da zwei weitere Implantate gesetzt und versorgt werden müssen. Trotzdem ist selbst All-on-6 deutlich günstiger als eine Vollversorgung mit Einzelimplantaten: 14 einzelne Implantate für einen Kiefer kosten 21.000 bis 42.000 Euro. Das All-on-4 Konzept spart hier rund 30 Prozent gegenüber Einzelimplantaten.

Welche Variante für Sie die richtige ist, hängt von Ihrer Knochenstruktur und dem behandelnden Zahnarzt ab. Lassen Sie sich beide Optionen im Heil- und Kostenplan aufschlüsseln, um die Kosten direkt vergleichen zu können.

Quellen: zahnzusatzversicherung-experten.de

3. Kosten im Ausland: Türkei, Ungarn, Polen

Bei Gesamtkosten von 15.000 Euro und mehr pro Kiefer ist der Gedanke naheliegend, die All-on-4 Behandlung im Ausland durchführen zu lassen. Tatsächlich liegen die Preise in beliebten Zielländern deutlich unter dem deutschen Niveau. Das Sparpotenzial beträgt bis zu 60 bis 70 Prozent. Doch niedrigere Preise bedeuten nicht automatisch ein besseres Angebot.

Die folgende Tabelle zeigt die typischen All-on-4 Kosten pro Kiefer im Ländervergleich.

Land Kosten pro Kiefer
Deutschland 8.000–25.000 EUR
Ungarn 5.000–8.000 EUR
Polen 4.000–7.000 EUR
Türkei 3.500–7.000 EUR

Auf den ersten Blick wirken die Preise in der Türkei und Ungarn verlockend. Doch bei einer All-on-4 Behandlung handelt es sich um eine komplexe chirurgische Versorgung mit langer Nachsorge-Phase. Die endgültige Brücke wird erst nach drei bis sechs Monaten eingesetzt, wenn die Implantate eingeheilt sind. Das erfordert mindestens zwei Reisen.

Einige Risiken sollten Sie vor der Entscheidung abwägen.

  • Nachsorge: Kontrolltermine, Anpassungen und Nachbesserungen sind bei einer Auslandsbehandlung schwieriger zu organisieren. Bei Komplikationen fehlt der kurze Weg zum Behandler.
  • Garantieansprüche: Die Durchsetzung von Garantien über Landesgrenzen hinweg ist rechtlich aufwendig. Manche Kliniken bieten eingeschränkte Garantien oder setzen persönliches Erscheinen voraus.
  • Qualitätsstandards: Nicht alle Kliniken arbeiten mit Markensystemen wie Nobel Biocare. Günstige Preise können auf unbekannte Implantatsysteme hindeuten, für die es in Deutschland keine Ersatzteile gibt.

Die All-on-4 Kosten im Ausland sind zwar niedriger, doch Reise, Unterkunft und mögliche Nachbehandlungen in Deutschland reduzieren die tatsächliche Ersparnis. Vergleichen Sie die Gesamtkosten einschließlich aller Folgekosten, bevor Sie sich entscheiden.

Quellen: dentfix.de

4. Was zahlt die Krankenkasse bei All-on-4?

Unabhängig davon, ob Sie sich in Deutschland oder im Ausland behandeln lassen, bleibt eine zentrale Frage: Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse? Die kurze Antwort: wenig. Implantate gelten als Privatleistung, die GKV beteiligt sich nicht an den Implantatkosten selbst. Ein Festzuschuss gibt es nur für den Zahnersatz-Anteil, also die Brücke auf den Implantaten.

Die Höhe des Festzuschusses richtet sich nach der Regelversorgung und dem Bonusheft. Der Erstattungssatz liegt ohne Bonusheft bei 60 Prozent der Regelversorgung, mit fünf Jahren lückenlosem Bonusheft bei 70 Prozent und mit zehn Jahren bei 75 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt, welche Beträge Sie bei einem All-on-4 Fall erwarten können.

Bonusheft Festzuschuss pro Kiefer
Ohne Bonusheft (60%) ca. 400–500 EUR
5 Jahre Bonusheft (70%) ca. 480–600 EUR
10 Jahre Bonusheft (75%) ca. 500–650 EUR

Bei Gesamtkosten von 15.000 Euro pro Kiefer und einem Festzuschuss von bestenfalls 650 Euro bleibt ein Eigenanteil von über 14.000 Euro. Das Bonusheft macht also nur einen kleinen Unterschied bei einer so teuren Behandlung.

Eine Ausnahme bildet die Härtefall-Regelung. Versicherte mit geringem Einkommen erhalten den doppelten Festzuschuss, also etwa 800 bis 1.300 Euro pro Kiefer. Auch das deckt nur einen Bruchteil der Kosten, kann aber zusammen mit anderen Finanzierungswegen den Eigenanteil spürbar senken.

Seit Anfang 2026 sind die Festzuschüsse durch eine Anpassung des ZE-Punktwertes um 4,78 Prozent gestiegen. Das bedeutet einige Euro mehr pro Kiefer, ändert aber an der Grundsituation nichts: Der mit Abstand größte Teil der All-on-4 Kosten bleibt am Patienten hängen. Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Zahnzusatzversicherung.

Welche Leistungen die Krankenkasse bei Zahnimplantaten übernimmt, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Krankenkasse: GKV-Zuschuss und Erstattung .

Quellen: implantate.com | rebmann-research.de

5. Zahnzusatzversicherung für All-on-4 nutzen

Der GKV-Zuschuss deckt bei All-on-4 nur einen kleinen Teil der Kosten ab. Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil dagegen erheblich reduzieren. Von 38 am Markt verfügbaren Tarifen bieten 10 eine Implantat-Erstattung von 100 Prozent. Die Versicherung muss allerdings vor Behandlungsbeginn abgeschlossen werden und Summenstaffeln begrenzen die Leistung in den ersten Jahren.

Fünf Tarife mit 100 Prozent Implantat-Erstattung

Die folgenden Tarife erstatten Zahnersatz einschließlich Implantate und Knochenaufbau zu 100 Prozent. Alle fünf Tarife verzichten auf eine allgemeine Wartezeit.

Tarif Beitrag/Monat Staffel (unbegrenzt ab)
Allianz Mein Zahnschutz 100 29,88 EUR (31–40 J.) ab Jahr 4
Nürnberger Komfort 100 33,00 EUR (31–40 J.) ab Jahr 5
Janitos JA dental 100plus 27,52 EUR (31–40 J.) ab Jahr 5
Württembergische ZahnSchutz Premium 100 43,93 EUR (41–50 J.) ab Jahr 5
DKV KombiMed Z100 + PLS 51,78 EUR (36–40 J.) ab Jahr 4

Die Summenstaffel ist der entscheidende Faktor. In den ersten Jahren begrenzen die Tarife ihre Leistung. Die Allianz erstattet im ersten Jahr maximal 1.000 Euro, im zweiten 2.500 Euro und im dritten 4.000 Euro. Ab dem vierten Jahr entfällt die Begrenzung. Bei der Württembergischen erreichen Sie die unbegrenzte Erstattung erst ab dem fünften Jahr.

Rechenbeispiel: Was bringt die Versicherung konkret?

Ein konkretes Beispiel zeigt den Effekt einer frühzeitigen Absicherung. Die Behandlung kostet 12.000 Euro für einen Kiefer (Standard). Die gesetzliche Kasse zahlt 550 Euro Festzuschuss. Ohne Zusatzversicherung bleibt ein Eigenanteil von 11.450 Euro. Mit einer Zahnzusatzversicherung wie dem Janitos JA dental 100plus (ab Jahr 5 unbegrenzt) übernimmt die Versicherung den gesamten Restbetrag. Bei einem Monatsbeitrag von etwa 27,52 Euro (Eintrittsalter 35 Jahre) zahlen Sie über fünf Jahre rund 1.651 Euro an Beiträgen. Ihre effektive Ersparnis: rund 9.799 Euro.

Bei einem teureren Fall mit zwei Kiefern und metallverstärkter Brücke (28.000 Euro Gesamtkosten) und der Württembergischen Premium 100 steigt die Ersparnis auf rund 24.464 Euro nach fünf Jahren Beitragszahlung. Wichtig: In Jahr 4 wäre die Erstattung auf 6.000 Euro gedeckelt. Warten Sie die Staffel ab, bevor Sie die Behandlung beginnen.

Ein zentraler Hinweis: Die Versicherung muss vor Behandlungsbeginn bestehen. Bei bereits fehlenden, nicht ersetzten Zähnen (mehr als ein bis zwei) ist eine Ablehnung durch den Versicherer möglich. Je früher Sie abschließen, desto besser stehen Ihre Chancen.

6. Feste Zähne an einem Tag: Ablauf und Risiken

All-on-4 wird häufig als Konzept für feste Zähne an einem Tag beschrieben. Doch was bedeutet das genau? Am Tag der Operation setzt der Zahnarzt vier Implantate in den Kiefer: zwei gerade im Frontzahnbereich und zwei schräg (bis zu 45 Grad) im Seitenzahnbereich. Durch die schräge Setzung nutzt er den vorhandenen Knochen optimal aus. Ein Sinuslift, also ein Knochenaufbau im Oberkiefer, ist dadurch oft nicht nötig. Das spart Kosten und verkürzt die Behandlung.

Falls ein Knochenaufbau doch nötig sein sollte, finden Sie alle Informationen zu Verfahren und Kosten in unserem Ratgeber Knochenaufbau fürs Implantat: Kosten und Methoden .

Noch am selben Tag erhalten Sie ein Provisorium, eine festsitzende Brücke auf den frisch gesetzten Implantaten. Mit diesem Provisorium können Sie sofort wieder essen und sprechen. Die endgültige Brücke aus Zirkon oder Kunststoff wird erst nach drei bis sechs Monaten Einheilzeit eingesetzt, wenn die Implantate stabil mit dem Knochen verwachsen sind.

Die Erfolgsrate von All-on-4 liegt bei 96 bis 99 Prozent über zehn Jahre. Die Implantate selbst funktionieren nach zehn Jahren noch bei 90 bis 95 Prozent der Patienten. Die Brücke hat eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren und kann bei Bedarf erneuert werden, ohne die Implantate zu ersetzen.

Trotz der hohen Erfolgsrate gibt es Risikofaktoren, die Sie kennen sollten.

  • Rauchen: Raucher haben eine bis zu vierfach höhere Verlustquote bei Implantaten. Viele Zahnärzte empfehlen, mindestens vier Wochen vor dem Eingriff aufzuhören.
  • Periimplantitis: Eine Entzündung des Gewebes rund um das Implantat. Regelmäßige Prophylaxe und gründliche Mundhygiene senken das Risiko deutlich.
  • Diabetes: Ein schlecht eingestellter Diabetes kann die Einheilung verzögern. Sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrem Arzt über Ihre Blutzuckerwerte.
  • Mundhygiene: Unzureichende Pflege der Brücke und Implantate erhöht das Risiko für Komplikationen. Die Nachsorge ist genauso wichtig wie der Eingriff selbst.

Wer diese Risikofaktoren kennt und ihnen vorbeugt, profitiert von einer langlebigen und stabilen Versorgung. Lassen Sie sich vorab von Ihrem Implantologen über Ihre persönlichen Risiken beraten.

Quellen: zahnzusatzversicherung-experten.de

7. Fazit: Lohnt sich All-on-4 finanziell?

Die All-on-4 Kosten sind hoch: 8.000 bis 25.000 Euro pro Kiefer je nach Material. Gleichzeitig ist das Verfahren rund 30 Prozent günstiger als eine Vollversorgung mit Einzelimplantaten und bietet eine Erfolgsrate von 96 bis 99 Prozent. Für Patienten mit zahnlosem Kiefer ist All-on-4 damit eine wirtschaftlich und medizinisch solide Lösung.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt mit maximal 650 Euro pro Kiefer nur einen Bruchteil der Kosten. Der größte finanzielle Hebel liegt in der Zahnzusatzversicherung. Wer rechtzeitig einen Tarif mit 100 Prozent Implantat-Erstattung abschließt und die Summenstaffel abwartet, kann den Eigenanteil um bis zu 24.000 Euro senken (bei zwei Kiefern).

Drei Punkte entscheiden über die tatsächlichen Kosten: das Brückenmaterial (Kunststoff oder Zirkon), der Behandlungsort (Deutschland oder Ausland mit Folgekosten) und der Versicherungsschutz. Prüfen Sie frühzeitig, welche Tarife Implantate zu 100 Prozent erstatten, und planen Sie die Behandlung so, dass die Staffelgrenzen nicht mehr greifen.

8. Häufige Fragen

Am Tag der Operation erhalten Sie ein festsitzendes Provisorium auf vier Implantaten. Sie können damit sofort essen und sprechen.

Die endgültige Brücke aus Zirkon oder Kunststoff wird allerdings erst nach drei bis sechs Monaten eingesetzt. In dieser Zeit heilen die Implantate in den Knochen ein. Deshalb sind mindestens zwei Termine beim Zahnarzt nötig, der eigentliche Eingriff und die Eingliederung der endgültigen Brücke.

Lassen Sie sich vorab einen genauen Zeitplan geben, damit Sie die Termine mit Ihrem Alltag vereinbaren können.

All-on-4 Implantate haben eine Erfolgsrate von 96 bis 99 Prozent über zehn Jahre. Nach zehn Jahren funktionieren noch 90 bis 95 Prozent der Implantate einwandfrei.

Die Brücke auf den Implantaten hält in der Regel 10 bis 15 Jahre und kann bei Verschleiß erneuert werden, ohne die Implantate selbst auszutauschen. Die Lebensdauer hängt von der Mundhygiene, regelmäßiger Prophylaxe und individuellen Risikofaktoren wie Rauchen ab.

Halten Sie die Nachsorgetermine bei Ihrem Zahnarzt ein und investieren Sie in professionelle Zahnreinigungen, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Die Preise im Ausland sind deutlich niedriger: In der Türkei kostet All-on-4 zwischen 3.500 und 7.000 Euro pro Kiefer, in Ungarn 5.000 bis 8.000 Euro. Das Sparpotenzial beträgt bis zu 60 bis 70 Prozent.

Allerdings erfordert die Behandlung mindestens zwei Reisen, da die endgültige Brücke erst Monate nach der OP eingesetzt wird. Hinzu kommen Risiken bei Nachsorge, Garantieansprüchen und Qualitätsstandards. Reise- und Unterkunftskosten reduzieren die Ersparnis zusätzlich.

Rechnen Sie alle Folgekosten ein und vergleichen Sie das Gesamtpaket, nicht nur den OP-Preis.

Ja, wenn der Tarif Implantate einschließt. Von 38 verfügbaren Tarifen erstatten 10 Implantate zu 100 Prozent, darunter Allianz Mein Zahnschutz 100 (29,88 Euro pro Monat) und Nürnberger Komfort 100 (33,00 Euro pro Monat).

Die Erstattung ist in den ersten Jahren durch Summenstaffeln begrenzt. Bei der Allianz entfällt die Obergrenze ab dem vierten Versicherungsjahr, bei der Nürnberger ab dem fünften. Eine Behandlung sollten Sie erst planen, wenn die Staffelgrenzen ausgelaufen sind.

Schließen Sie die Versicherung ab, solange Ihre Zähne noch vorhanden sind, da bei bereits fehlenden Zähnen eine Ablehnung möglich ist.

Falls eines der vier Implantate nicht einheilt, kann der Zahnarzt es in der Regel durch ein neues Implantat ersetzen. Die übrigen drei Implantate tragen die Brücke in der Zwischenzeit weiter.

Das Risiko für ein Versagen liegt bei nur 1 bis 4 Prozent über zehn Jahre. Rauchen erhöht die Verlustquote um das Vierfache, weshalb viele Zahnärzte empfehlen, vor dem Eingriff mindestens vier Wochen nicht zu rauchen. Auch Diabetes und mangelnde Mundhygiene sind Risikofaktoren.

Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, welche Garantie er auf die Implantate gibt und welche Kosten bei einer Nachbehandlung auf Sie zukommen.

Ja, viele Zahnarztpraxen bieten eine Ratenzahlung für die All-on-4 Behandlung an. Üblich ist eine 0-Prozent-Finanzierung über 12 bis 48 Monate.

Bei Gesamtkosten von 28.000 Euro für beide Kiefer ergibt sich bei 48 Monaten eine Rate von etwa 583 Euro pro Monat. Kürzere Laufzeiten bedeuten höhere Raten, dafür weniger Gesamtkosten. Manche Praxen kooperieren mit externen Finanzierungspartnern, bei denen ab bestimmten Laufzeiten Zinsen anfallen können.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt gezielt nach zinslosen Finanzierungsoptionen und prüfen Sie parallel, ob eine Zahnzusatzversicherung die Kosten langfristig stärker senken kann als eine Ratenzahlung.

All-on-4 verwendet vier Implantate pro Kiefer, All-on-6 setzt auf sechs Implantate. Die zusätzlichen zwei Implantate bieten mehr Stabilität, besonders im Oberkiefer mit weicherem Knochen.

All-on-6 kostet in der Regel 2.000 bis 5.000 Euro mehr als All-on-4. Trotzdem sind beide Verfahren deutlich günstiger als eine Versorgung mit 14 Einzelimplantaten, die 21.000 bis 42.000 Euro kostet. All-on-4 spart im Vergleich zu Einzelimplantaten rund 30 Prozent.

Welches Verfahren für Sie geeignet ist, entscheidet Ihr Zahnarzt anhand einer DVT-Aufnahme Ihres Kiefers. Lassen Sie sich beide Varianten im Kostenplan gegenüberstellen.

Jetzt Tarife vergleichen